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Weltstädtisches Flair wie keine andere Verkaufsmeile der Stadt strahlt die elegante Mädlerpassage aus. Kofferfabrikant Anton Mädler ließ den lichten Durchgang 1912 nach dem Vorbild der Mailänder Galleria Vittorio Emanuele II bauen. Die Geschichte des Hauses lässt sich am Portal Grimmaische Straße ablesen: Die Sandsteinfiguren mit Vase und Weintrauben erinnern daran, dass der Bau als Weinkeller und Porzellanmessehaus genutzt wurde. Der Messepalast ersetzte Auerbachs Hof aus dem 16. Jh. Auerbachs Keller zieht viele Schaulustige an. Die Grimmaische Straße mausert sich zur beliebten Einkaufsstraße. Blickfang am Haus Nr. 17 ist der Fürstenhauserker, der nur noch als Kopie erhalten ist. Ein Durchgang führt von der Mädler- in die Messehofpassage: moderne Passagenarchitektur vom Feinsten (Weis & Volkmann, Leipzig). Von der nüchternen 50er-Jahre-Anmutung des ehemaligen Messehofs blieb nach der Sanierung 2006 nur die Pilzsäule aus Marmor. Neu ist ihr Lichtspiel in wechselnden Farben, eine Einstimmung auf die von Tageslicht durchflutete, überdachte Shoppingmeile zum Neumarkt. Wer stilvolle Mode liebt und schöne Wohnaccessoirs, fühlt sich gleich wohl. Hier kann man zum Kaffee mitten in der Passage in Lounge-Atmosphäre auf dem Sofa lümmeln. | Petersstr. 15/Grimmaische Str. 3-4/Neumarkt 14 | alle Straßenbahnen ins Zentrum, Augustusplatz


Das Bildermuseum gehört zu den wichtigsten der Stadt. Das unterstreicht die zentrale Lage des kubusförmigen Neubaus auf dem Sachsenplatz. Von den weiten Kunstsälen im Unter- und Obergeschoss über Lichthöfe und schier unendliche Treppenhäuser bis in die Winkel kleiner Ausstellungsräume ermöglicht das Bildermuseum einen Streifzug durch die Kunstgeschichte von den Alten Meistern bis zur Gegenwartskunst. Die Bestände des Museums umfassen ca. 3000 Gemälde plus 55000 Zeichnungen und druckgrafische Blätter! Einen Schwerpunkt bilden die Werke Lucas Cranachs d. Ä. Die flämische Malerei des 17. Jhs. ist mit Gemälden von Rubens und aus der Rubens-Werkstatt vertreten. Den Weg ins 20. Jh. markieren der Leipziger Künstler Max Klinger sowie Max Liebermann, Lovis Corinth, Oskar Kokoschka und Max Beckmann. Natürlich ist im Bereich der DDR-Kunst die Leipziger Schule vertreten, u.a. mit Werken von Wolfgang Mattheuer oder Bernhard Heisig. Neo Rauch spielt für die Gegenwartskunst eine herausragende Rolle. Außerdem hat BMW dem Museum die „AutoWerke“ geschenkt, 75 Foto- und Videoarbeiten international anerkannter Künstler zum Thema Mobilität. Die zeitgenössische Kunst war den Museums-Gründervätern im Leipziger Kunstverein ein Herzensanliegen. 1848 eröffneten sie im Westflügel der Bürgerschule das erste Bildermuseum der Stadt. Nach dem Zweiten Weltkrieg war das Museum im ehemaligen Reichsgericht am Simsonplatz untergebracht. | Di, Do-So 10-18, Mi 12-20 Uhr | Eintritt 11 Euro (Sammlung und Wechselausstellung) | am 2. So im Monat Eintritt frei | www.mdbk.de | alle Straßenbahnen ins Zentrum, Hauptbahnhof


Friedensgebete, Lichterketten, Demonstrationen - seit dem deutsch-deutschen Wendeherbst 1989 ist St. Nikolai als Keimzelle der friedlichen Revolution international bekannt. Schon immer spielte die älteste erhaltene Kirche Leipzigs eine wichtige Rolle im politischen Leben. In der Nähe der Kirche siedelten sich im 12. Jh. verstärkt Kaufleute an - ihrem Schutzpatron Nikolaus ist sie geweiht. In der Nachbarschaft entstand 1512 mit der Alten Nikolaischule (heute Kulturcafé und Museum) die erste stadteigene Bildungsstätte. In der Nikolaikirche bestand J. S. Bach seine Probe fürs Kantorenamt. Ursprünglich ist die gedrungene romanische Westfront. Erst 1555 entstand der Mittelturm, der zu Beginn des 18. Jhs. seine barocke Haube bekam und auf 75 m erhöht wurde. Innen betört die größte Kirche der Stadt durch ihre lichte Gestaltung. Aus korinthischen Säulen scheinen Palmwedel zu sprießen. Auf diese Weise verwandelte Stadtbaudirektor Dauthe 1784-97 die gotische Hallenkirche in ein klassizistisches Meisterstück. Das Altarbild stammt von A. F. Oeser. Pfarrer Christian Führer lädt auch heute noch montags zu Friedensgebeten. Ab 20 Uhr erleuchten nach und nach 144 farbige Lichtsteine den Platz. Die Lichtinstallation von Tilo Schulz erinnert wie die Nachbildung der Dautheschen Säule und der bis zum Überlaufen gefüllte Granitbrunnen an den friedlichen Widerstand des Jahres 1989. | Nikolaikirchhof | alle Straßenbahnen ins Zentrum, Augustusplatz


Ihr Ruf geht weit über die Landesgrenzen hinaus. Er ist untrennbar verbunden mit den Thomanern, einem der besten Knabenchöre im deutschsprachigen Raum, und ihrem berühmtesten Kantor: Johann Sebastian Bach. Vor dem Südportal erinnert Carl Seffners Bach-Denkmal von 1908 an den Komponisten. Seine sterblichen Überreste wurden 1950 aus der zerstörten Johanniskirche hierher überführt. Die Wurzeln des Thomanerchores liegen im 13. Jh. Damals gab es bereits einen Kirchenbau an der Stelle der heutigen Thomaskirche. Er wurde Ausgangspunkt des von Markgraf Dietrich gestifteten Augustiner Chorherrenstifts; die Schüler dieser Institution erhielten u.a. eine Ausbildung in liturgischen Gesängen. Wenn die Thomaner nicht gerade auf Reisen sind und keine Schulferien haben, kann man für einen kleinen Obolus Fr 18 und Sa 15 Uhr in den Genuss von Motetten und Kantaten kommen.
Am Pfingstsonntag 1539 predigte hier Martin Luther, der Tag gilt als Einführung der Reformation in Sachsen. Luther und Bach sind zwei der farbigen Fenster im Chorraum gewidmet. Das jüngste Gedächtnisfenster erinnert an Felix Mendelssohn Bartholdy. Der Bau selbst wurde häufig umgestaltet. 1496 ersetzte man das romanische Kirchenschiff durch eine spätgotische Halle. Sie wird überspannt von einem ungewöhnlich steilen Dach, mit 63 Grad Neigung das steilste in Leipzig. Der 68 m hohe Turm bekam 1702 seine barocke Haube. Die große Grünfläche vor der Thomaskirche ist ein beliebter Treffpunkt für junge Leute geworden. | Thomaskirchhof | tgl. 9-18, Gottesdienste So 9.30 und 18, Turmführungen Sa 13, 14, 16.30, So 14, 15 Uhr | www.thomaskirche.org | Straßenbahn 9, Bus 89, Thomaskirche


Viele Leipziger haben noch den rußgeschwärzten Koloss in Erinnerung, in dem bis 1996 das Bildermuseum untergebracht war. Das ehemalige Reichsgericht wurde von Ludwig Hoffmann und Peter Dybwad errichtet (1888-95). In dem Gericht fanden spektakuläre Prozesse statt, u.a. 1907 der Hochverratsprozess gegen Karl Liebknecht und 1933 die Verhandlung nach dem Reichstagsbrand. Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten zog 2002 das Bundesverwaltungsgericht ein. Besonders gelungen ist die Verbindung von alter Architektur und moderner Verwaltung. Das Dach wurde um eine Etage für Büros aufgestockt (von außen kaum sichtbar), die Kutscheneinfahrt in eine Kantine umfunktioniert. Die eindrucksvolle Kuppelhalle kann besichtigt werden. Sehenswert ist auch die Ausstellung über Geschichte und Architektur des Museums im Sitzungssaal 1. Regelmäßig Konzerte im historischen Plenarsaal. | Mo-Fr 8-16 Uhr | Eintritt frei | Tel. 20071934 | Führungen nach Online-Anmeldung: www.bverwg.de | Simsonplatz | Straßenbahnen 2, 8, 9, Neues Rathaus


Nach drei Jahren Bauzeit wurde 1996 das rund 100 ha große Gelände in Seehausen eröffnet. Mittelpunkt ist die halbrunde, gigantische Glas-Stahl-Konstruktion des Architektenteams von Volkwin Marg. Sie ist gut 240 m lang, 80 m breit und fast 30 m hoch. An dem Gebilde wirkte auch Ian Ritchie mit, Konstrukteur der Glaspyramide des Louvre. Die 5500 Scheiben des Messepalasts werden von einem eigens erfundenen Roboter geputzt. Glasbrücken führen zu den Ausstellungshallen. Ein schmaler Turm, gleichzeitig Schornstein, trägt das traditionelle Leipziger Messe-Signet. 1917 schuf Erich Gruner das Doppel-M für Muster-Messe, jetzt soll es für „Messe und Mehr“ stehen. | Messe-Allee 1 | Straßenbahn 16 | Tel. 678/0 | Flughafen-Express der Deutschen Bahn vom Flughafen und vom Hauptbahnhof


Mehr als 200000 Besucher zieht der riesige Denkmalsbau Jahr für Jahr an. Er wurde 1913 eingeweiht - 100 Jahre, nachdem die europäischen Verbündeten in der Völkerschlacht bei Leipzig Napoleon in die Flucht geschlagen hatten. Die Feierlichkeiten im Oktober 1913 waren ein nationales Ereignis. Der Kaiser reiste an, deutsche Fürsten und Vertreter der Herrscherhäuser Schwedens, Russlands und Österreichs. Randnotiz: Die Sachsen gehörten 1813 zu den Verlierern, sie schlugen sich nämlich für den französischen Despoten. Im Denkmal dokumentiert eine Ausstellung die Baugeschichte. In der Krypta halten 16 steinerne Krieger Totenwache. Die kolossalen allegorischen Figuren in der Ruhmeshalle (Tapferkeit, Glaubensstärke, Opferfreude und Volkskraft) ragen 10 m in die Höhe. Dagegen muten die 324 fast lebensgroßen Reiterfiguren in der Kuppelhalle geradezu winzig an. Die gute Akustik können Sie bei einer Aufführung des Völkerschlachtdenkmal-Chores genießen. Bis 2013, dem 100. Jahrestag der Denkmalsweihe, wird der 300000t schwere Koloss saniert. Beeindruckend ist der Blick von der 91m hohen Aussichtsplattform. Wenn Ihnen der Aufstieg über die 364 Stufen zu anstrengend ist, nehmen Sie den Lift von der Krypta zum ersten Außenrundgang. Im Forum 1813 am Fuß des Denkmals ist eines der Schlachtfelder rund um Leipzig nachgestellt. 3500 Zinnfiguren zeigen auf einer 18 m² großen Fläche den Kampf um das Dorf Probstheida, dessen Ausgang Napoleons Herrschaft in Europa brechen sollte. 350 Originalexponate von Uniformen, Münzen u.ä. | Völkerschlachtdenkmal und Forum April bis Okt. tgl. 10-18, Nov.-März tgl. 10-16 Uhr | Eintritt Völkerschlachtdenkmal 5, Forum 3 Euro | Prager Straße | Straßenbahn 15, Völkerschlachtdenkmal


Die Traditionsgaststätte überhaupt, die man nicht in erster Linie wegen des Essens, sondern der historisch gesättigten Atmosphäre wegen besucht: Unsterblich ist die Verbindung Faust/ Auerbach; Faust-Gemälde verfolgen den Gast allerorten. Nur Mut zur Fasskellerzeremonie samt Hexenküche und Verjüngungstrunk (Anmeldung erforderlich)! | Tgl., Historische Weinstuben So geschl. | Mädlerpassage | Tel. 216100 | www.auerbachs-keller-leipzig.de | alle Straßenbahnen ins Zentrum, Goerdelerring


Neun Galerien haben sich auf dem Gelände des ehemaligen Industriekomplexes von 1884 angesiedelt. Darunter die renommierte Galerie Eigen + Art von Gerd Harry Lybke (Halle 5 | Di-Sa 11-18 Uhr), die Dogenhaus Galerie (Halle 4 | Di-Fr 11 bis 17, Sa 11-14 Uhr) oder die maerzgalerie, in der Torsten Reiter Malerie und Fotografie ausstellt (Halle 6 | Mi-Fr 11-18, Sa 11-16 Uhr). Skulpturen und Installationen zeigt der Galerie b2 (Halle 20 | Mi-Fr 13-18, Sa 11-17 Uhr). Ausspannen vom Galerie-Hopping können Sie im Cafégarten Mule. | Spinnereistr. 7 | Straßenbahn 14, Bus 60, S-Bahnhof Plagwitz


Klassiker und zeitgenössische Musik auf höchstem Niveau vom Gewandhausorchester, dem MDR-Symphonieorchester, dem Thomanerchor; auch Gastspiele, Jazzkonzerte. | Augustusplatz 8 | Tel. 1270309 | Kasse Mo-Fr 10-18, Sa 10-14 Uhr | alle Straßenbahnen ins Zentrum, Augustusplatz


Labyrinth unter Tage. Gewölbekeller der ehemaligen Bastei wurde in den 70ern von Studenten freigelegt. Ruhige Ecken fürs Plauschen, Essen, Hören und Diskutieren. Große Gewölbe für schrille Konzerte, Disko. | Mi, Fr, Sa Disko und Konzert | Universitätsstr. 9 | Tel. 702590 | Veranstaltungen unter www.moritzbastei.de | alle Straßenbahnen ins Zentrum, Augustusplatz


Gepflegtes Hotel mit Tradition: Zur Einweihung des Völkerschlachtdenkmals öffnete ein Grandhotel hier seine Pforten. Die Lage ist nach wie vor exzellent. Art déco schnörkelt sich durchs denkmalgeschützte Haus - vom Teppich bis zu den Lampen. Individuell geschnittene Zimmer, ab 2008 komplett klimatisiert. Im Souterrain speist man im Steak Train, während die Landschaft per Video vorbeigleitet. 288 Zi., Suiten und Boardinghouse-Ap. | Richard-Wagner-Str. 7 | Tel. 98520 | Fax 9852750 | www.parkhotelleipzig.de | alle Straßenbahnen ins Zentrum, Hauptbahnhof


Haben Sie mal Elefanten beim Tauchen beobachtet? Das geht durch die Unterwasserscheibe im Elefantentempel des Leipziger Zoos. Mitten in der City erleben Sie ferne Kontinente: Im Tiergarten durchstreifen Sie Erlebniswelten wie die Afrikasavanne (Pause in der stilvollen Kiwara-Lodge einplanen!), die Menschenaffenanlage „Pongoland“, Asien mit dem Elefantentempel, der Tiger-Taiga oder der Lippenbärenschlucht. Überall Klettergelegenheiten für Kinder, dazu Wissenswertes zum Erfühlen und Erkennen. Tierkindergarten als Streichelzoo. In der charmanten Anlage, 1878 von Ernst Pinkert als Privatzoo eröffnet, finden mehr als 800 Arten Platz. Ausblick: „Gondwanaland“ lädt zukünftig zur Expedition durch den Regenwald ein. | Nov.-März tgl. 9-17, April, Okt. 9 bis 18, Mai-Sept. 9-19 Uhr | Erw.11,50, Kinder 7,50 Euro, günstige Abendkarte eine Stunde vor den Schließzeiten | Pfaffendorfer Str. 29 | www.zoo-leipzig.de | Straßenbahn 12, Zoo

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Radisson Blu Hotel Leipzig 



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