Die neue Sparsamkeit macht sich auch in Hellas bemerkbar. Statt in Tavernen, essen viele griechische und ausländische Urlauber lieber im Ferienapartment. Die Küche bleibt zwar kalt, dafür aber holt man sich Getränke aus dem Supermarkt und lässt das Essen vom Pizzaservice bringen. Immer mehr Tavernen machen mit und liefern auch Nudeln, Fleischspieße und manchmal sogar die Speisekarte rauf und runter frei Haus. Die Idee breitet sich dank Handy aus: Inzwischen kann man sich Snacks vielerorts telefonisch auch an den Strand liefern lassen.
Auf den Inseln stehen ellinádika hoch im Kurs: Lokale, in denen griechische Bands und Sänger das Programm dominieren. Besonders beliebt sind die Rockgruppen Pix Lax (altgriech.: mit Faustschlägen und Fußtritten) und Xiliná Spathiá (griech.: Holzschwerter).
Ein simpler Mietwagen ist ein reiner Nutzartikel ohne jeden Spaßeffekt. Ein offener Jeep sollte es schon sein. Und noch viel lieber ein Auto, das sonst kaum einer in Griechenland fährt und das sich auch die wenigsten zu Hause leisten. Selbst auf kleineren Inseln haben sich die Vermieter auf solche Wünsche eingestellt. Auf Itháki kann man Smarts und Mercedes der C-Klasse mieten, auf Zákinthos flotte Cabrios.
Die Inseljugend geht abends gern aus. Zum Essen trifft man sich in einem preiswerten Restaurant, anschließend geht's in eins der coolen Cafés. Als Drink kommt für junge Leute nur eins in Frage: kalter Kaffee, trendiger als Nescafé frappé bezeichnet. Die teuren Cocktails überlässt man neidlos den Urlaubern. So hat man wenigstens noch etwas vom Rest der Nacht.
In einem Land wie Hellas, wo eine Kulturministerin (Melína Mércouri) mit wasserstoffblondem Haar - im Hintergrund die Akropolis - eine Briefmarke ziert, gilt Blond nicht nur als sexy, sondern auch als intelligent. Deswegen sind so viele Griechinnen fast jeden Alters plötzlich erblondet.
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